Projekt Gartenhaus

das vorläufige Wochenend-Ergebnis
Von der Plastikhülle befreite Gartenhaus-Balken.
Von der Plastikhülle befreite Gartenhaus-Balken.
Im Hintergrund der Sand, dann das Gartenhaus, vorn das Paket Terrassendielen
Im Hintergrund der Sand, dann das Gartenhaus, vorn das Paket Terrassendielen

Unter der Woche erwarteten wir 3 Lieferungen; 8m³ gesiebten Sand, das Gartenhaus und die Terrassendielen. All dies passte wunderbar in die Gerümpelecke unseres Vorgartens. Zuerst kam der supernette Kipper-Fahrer und ließ die 10 Tonnen neben unseren Restpalettenstapel rieseln. Dann kam der Gartenhaus-Bausatz und als letztes noch die Terrassendielen, die beide mit einem in alle Richtungen fahrbaren Stapler abgeladen wurden. Somit war die Zirkelei an der Straßenlaterne vorbei kein Problem und alles landete wohlbehalten im Vorgarten.

 

Der Bauherr hatte unter der Woche schon angefangen, den Bauplatz auf geschätzte 30cm auszuheben, um ihn dann mit Schotterresten und dem Sand zu verfüllen zu können. Am Samstag war es dann soweit: Endlich gutes Wetter am Wochenende. Wohl das erste Mal seit November, wenn wir etwas an den Aussenanlagen bauen wollten. Dank eines netten Nachbarn der Zugriff auf eine Rüttelmaschine hat konnten wir den Unterbau beinahe professionell in Angriff nehmen. Es waren 2 Schubkarren, 3 Schaufeln, ca 500 Sandladungen in ebenjenen Schubkarren und wohl so 6m³ Sand für einige Stunden in Bewegung. Die letzten Schubkarren habe ich nicht mehr hochgekippt bekommen, primär der rechte Arm wollte einfach nicht mehr mitmachen. So mussten wir für den letzten Durchgang mit dem Rüttler einen weiteren netten Nachbarn bemühen, der uns den Dieselmotor mittels Startseil anschmeisst. Wir hatten einfach nicht mehr genug Schnellkraft im Arm. Und da hier eh immer alle nur die Bilder angucken, bitteschön:

die ersten Schritte Samstag mittag
die ersten Schritte Samstag mittag
das ist schon die 2. Schicht Sand
das ist schon die 2. Schicht Sand

 

 

 

 

 

die zweite Rüttelrunde
die zweite Rüttelrunde
Der Sandhaufen schrumpfte merklich
Der Sandhaufen schrumpfte merklich

 

 

 

 

 

Nach der zweiten Sandrunde kam die Bauherrin auf die tolle Idee doch nochmal nachzumessen, und natürlich stellte sich heraus dass wir 10cm zu schmal gebuddelt hatten. Also nochmal ein bisschen Tief stechen und weit werfen und nachrütteln und dann naja das hätten wir dann auch geschafft. (Vorsicht billiger Cliffhanger vor Werbeunterbrechungen im Doku-Fernsehen:) Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten: Natürlich hätten wir lieber 20-30cm nachlegen sollen, statt nur 10cm. Wir hätten es uns allerdings denken sollen. Aber irgendwann möchte man auch einfach nicht mehr noch mehr Rasen kaputt machen.

dritte Runde Sand und Rütteln, dann nivelieren
dritte Runde Sand und Rütteln, dann nivellieren
tadaaaa
tadaaaa

 

 

 

 

 

 

Zum Nivellieren hatten wir zwar nur Holzleisten zur Verfügung, aber das funktionierte besser als gedacht, allerdings auch viel anstrengender als gedacht. Wie übrigens auch das Rütteln mit dieser geilen Maschine, wenn es nicht so anstrengend wär könnte ich den ganzen Tag damit rumfahren. Anstrengend war dann auch das Motto des Tages, nach diesem Tag bin ich sicher dass diese beiden hier Übermenschen sein müssen. Der Bagger macht es auch nicht wesentlich einfacher, alles in Waage zu schieben. Immerhin wurde unsere Mühe mit dem Ergebnis einer nur 1% abweichenden geraden Fläche belohnt. Soweit wir das messen können. Also das waren bestimmt maximal 1%. Ganz sicher.

Legemuster längs
Legemuster längs

Sonntag – es war leicht bei diesem tollen Wetter die Eltern zum Grilldienst zu überreden – machten wir uns zuerst ans Auslegen der Platten. Hier zahlte sich mal wieder die von vielen Seiten belächelte, da ein wenig langsame, dafür genaue, Vorgehensweise der Bauherrin aus, denn alle Platten lagen in Längs- und Querrichtung und schräg über kreuz perfekt in der Waage in ihrem Sandbett. Machts halt schneller aber schlechter, ihr Nörgler.

Daraufhin legten wir ganz nach Anleitung des 3,40m langen und 3m breiten Gartenhauses die 6 Tragebalken der Unterkonstruktion längs aus. Und in der Anleitung steht extra (natürlich alles nur per Pictogrammen erklärt, schliesslich soll offensichtlich diese eine Anleitung sowohl für alle Sprachen als auch für alle möglichen Gartenhaustypen gelten) man möge sich dieselbige doch mindestens 20 Minuten lang durchlesen. Komisch, die Balken sind ja zu kurz. Hin und her probiert, nochmal Anleitung studiert… immernoch zu kurz. Kann man die einfach quer legen? Steht das Haus dann auch sicher? Im Internet gab es auch eine Anleitung zu unserem Haus, und hier hatte wohl jemand mal aktualisiert: Die Balken sollen quer. Wissen die eigentlich wie schwer diese Platten sind? Also nochmal das Muster neu legen, ohne unsere liebevoll geglättete Fläche zu zerstören. Schnauf. Das war dann auch irgendwann geschafft. Jetzt passte immerhin alles (auch noch nach Wasserwaage), auch unsere Sandfläche war plötzlich nicht mehr 40cm zu lang… und so konnten wir die Wände im Steckverfahren aufbauen. Auf diesen Schritt hatte sich der Herr Bauherr seit Monaten gefreut. Nun endlich war es soweit. Hier die Fotos.

das neue, verbesserte Muster jetzt in QUER
das neue, verbesserte Muster jetzt in QUER
die ersten Balken *flöt*
die ersten Balken *flöt*

 

 

 

 

 

 

das hier ging vergleichweise schnell
das hier ging vergleichweise schnell
das vorläufige Wochenend-Ergebnis
das vorläufige Wochenend-Ergebnis

 

 

 

 

 

Das Richtfest feierten wir mit dem ersten Angrillen des Jahres natürlich auf unserem neuen Webergrill! Später konnte ich dann endlich tun, worauf ich mich seit Monaten gefreut hatte, und ein paar Holzreste, kaputte Paletten und unseren inzwischen sehr trockenen Weihnachtsbaum in einer geliehenen Feuerschale verzundern. Und das beste daran ist, dass wir noch weitere Unmengen Holzreste haben. Und ich seit heute stolze Besitzerin einer eigenen Feuerschale bin. 😀

 

Unser Plan, das Dach noch vor dem nächsten Regen fertig zu kriegen, wurde durch ein mal wieder genau durch unser Örtchen fegendes Sturmtief mit Gewitter zunichte gemacht. So belegten wir heute nach der Arbeit noch 1/4 des Daches mit nassen Balken und deckten den Rest der Bretter erstmal mit Folie ab, so gut man es ohne eine Folie zu haben halt hinkriegt. Hoffen wir aufs nächste Wochenende.

 

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