Der Carport, die schönste Wochenendbeschäftigung

Ja unser Carport sollte noch vor dem Winter fertig werden. Klappt auch, bzw die wichtigsten Teile daran sind fertig. Was nicht bedeutet, dass er noch nie eingeschneit ist, aber dazu später.

Fangen wir von vorne an: Grobe Planung der ganzen Konstruktion, um die Position der Trägerpfosten und damit der einzubetonierenden H-Träger festzulegen. Denn wir wollten diese einbetonieren lassen. Dann überlegten wir es uns anders und wollten es doch selber machen, schliesslich haben wirs doch machen lassen, da wir keine Zeit dazu fanden. Dadurch haben wir allerdings ein paar Wochen Zeit vertrödelt, als das Wetter noch schön war im September.

So waren dann Ende Oktober die H-Träger endlich drin, woraufhin wir malh-traeger eben schnell die restliche Bauplanung auf 2-3 DinA4-Zettel aufmalten, denn es sollte ja fix weitergehen. Natürlich hätte man die Planung auch schon mal eher machen können… dann hätte man vielleicht auch nicht erst während des Holzkaufes auf den fragenden Blick des Verkäufers noch ein paar Details aus dem Ärmel schütteln müssen.. oder auf die Nachfrage eines anderen Verkäufers bei den Schrauben mit den Schultern zucken müssen. Woraufhin wir den Hinweis bekamen, dass diese Frage ja unser Statiker beantworten können müsste. Achso *hüstel* der Statiker.. ja der hat sich dann auf telefonische Nachfrage (die Bauherrin kramte nach den Zetteln in ihrer Handtasche) auch für einen Schraubentyp entschieden. Ich glaube, der Verkäufer hielt uns schon für ein bisschen seltsam. Egal, wir haben alles bekommen, was wir brauchten.

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Das Grundgerüst ist fertig, und wir fummeln an der SAT-Schüssel herum

Ausserdem kauften wir auch noch weisse Holzschutzlasur, sowie 100 andere Kleinigkeiten. Das gesamte Konstruktionsholz bekamen wir grandioserweise über Vitamin B zu einem super Preis und in einer super Geschwindigkeit geliefert (1 Tag). So konnte wir unseren restlichen Urlaub damit verbringen, die unbehandelten Balken anzumalen, zurechtzusägen, auszuklinken, vorzubereiten. Da unsere Helfer immer nur an Wochenenden Zeit haben, werden alle komplizierten oder Fachwissen erfordernden Arbeiten dort erledigt. So stand nach dem 1. Wochenende unser Grundgerüst. Wie in einem vorigen Beitrag schon geschrieben, konnten wir daran dann unsere Sat-Schüssel anbauen.

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Das Weisse da ist übrigens Schnee?!

Nun fing das Wetter so langsam an umzuschlagen. Das folgende Wochenende sollte das Dach in Form von Fasebrettern drauf gebaut werden. Auch, da diese Bretter ebenso noch unbehandelt sind und wir sie nicht lange rumliegen lassen wollen. Der Wetterbericht war nicht sehr vielversprechend. Wir fingen früh morgens mit der hinteren Hälfte des Daches an. In der Theorie hätte ein Tag gereicht, das gesamte Dach zu verschrauben sowie eine Lage Schweißbahn aufzubringen. Es war den ganzen Morgen recht ungemütlich, windig, dunkle Wolken, und dann gegen Mittag: Wintereinbruch. Dicke Flocken, viele davon, kalter Wind. Kurzum: wir mussten abbrechen und den schon fertigen Teil des Daches provisorisch mit der Dachpappe abdecken und uns dann ins Warme flüchten. Der folgende Tag, ein Montag, war übrigens der schönste Tag des ganzen Monats, keine Wolke am Himmel, viel Sonne, kaum Wind, milde Temperaturen….

Unter der Woche nutzten wir die (dunklen) Abende, um die Dachpappe festzunageln und die Kopfbänder anzubauen, denn bis dahin wackelte und schwang das ganze Dach, wenn man darauf herumlief. Unsere erfahrenen Helfer störte das überhaupt nicht, ich jedoch war immer froh wenn ein Keil an der Hausfassade das Schaukeln ein wenig verhindern konnte.

Ein Wochenende später wurde der nächste Versuch gestartet, und trotzdem uns ein kurzer Schauer wieder vom Dach vertreiben wollte, und der Sturm sich Mühe gab, uns runterzufegen, hielten wir durch und konnten das Dach fertigstellen. Jetzt fehlte „nur“ noch die 2. Schweißbahn, sowie die Ränder (Stirnbrett + Alukanten) etc etc.. nächstes Wochenende.

 

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noch regnet es durch, aber das soll sich hiermit ändern

Die folgende Woche fand ich dann Zeit, mit Bitumenschmierkramcarpdach2 auf dem Dach herumzupinseln. Mit dem Zeug hatte ich ja schon Bekanntschaft gemacht, allerdings hatte dieses hier eine sehr leckere Konsistenz.

Es erinnerte mich sehr an dies hier. 20151206_014917

 

 

Da musste ich natürlich gleich mal einen Löffel probieren. Ich kann es aber nicht empfehlen, es fehlt doch etwas die Süße, und im Abgang ist es etwas klebrig…. 😉

 

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So sieht das Dach mit der ersten Lage Schweißbahn aus
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Der obligatorische Regen ist noch nicht ganz abgetrocknet

 

 

 

Wieder ein Wochenende später: Die 2. Lage Schweißbahn soll heiß geklebt werden. Natürlich ist das Wetter pünktlich zum Samstag wieder mal besch****. Es stürmt. Das ist unpraktisch, wenn man gerade versucht, mit einer Gasflamme Bitumen zum Schmelzen zu bringen. Denn die Flamme wird ständig ausgeblasen. So geben wir nach 4 Bahnen auf. Wir bauen noch alle Stirnbretter und Alukanten an soweit es geht, dann ab ins Warme.

 

Als versöhnlichen Ausklang des Tages hatten wir unsere neuen und alten Nachbarn zu einer kleinen Einweihungsfeier eingeladen, und es war ein schöner Nachmittag mit Chili, Glühwein und Spekulatius.

2 Kommentare zu Der Carport, die schönste Wochenendbeschäftigung

  1. Genau aus diesem Grund steht unser Carport frei und ist nicht am Haus angebaut. Die Träger stehen mit 10cm Abstand, das Dach ist auf 5cm Abstand zur Hauswand. Wir haben von den Malern, die den Aussenputz aufgetragen haben, eine stabile Plastikschiene eingeputzt bekommen, die einmal an der Hauswand von vorn bis fast nach hinten durchgeht. (Gute Idee des Bauleiters)
    Dort konnten wir dann vom Dach zur Schiene ein L-Blech einbauen, das auf dem Dach festgeschraubt und in die Schiene von unten eingesteckt ist. So ist es dicht aber nichts ist in die Hauswand gebohrt.

  2. Hallo,

    wir haben auch mit Weber gebaut und fragen uns, wie ihr den Träger an der Hauswand montiert habt? Habt ihr in der Bemusterung angegeben, dass dort eine Verstärkung hin soll, denn uns wurde gesagt, dass man „nicht so einfach“ was in die Außenwand bohren darf…?!
    Liebe Grüße,
    kathrin und alex

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