Dachneigungen und andere schräge Dinge…

Im ersten Hausentwurf der Architektin gab es ein Problem. Als wir damals vor Vertragsunterschrift in unser Balance 200 Weberhaus mit 38° Dachneigung eine Kniestockerhöhung auf 1m einbauen wollten, verringerte sich die Dachneigung auf 30°. Als unerfahrene Hauskäufer haben wir uns dabei nichts gedacht, sind im Gegenteil sogar davon ausgegangen, dass es völlig normal sei, und sogar so sein müsste. Wie wir jetzt wissen, ist es eher üblich, dass eine Kniestockerhöhung bei gleicher Dachneigung stattfindet und daher das ganze Haus vergrössert. Uns kommt es also vor wie ein kleiner Trick, um die Gesamtkosten bei Kniestockerhöhung niedrig zu halten, was während der Vertragsverhandlungen gewiss ein Vorteil für den Verkäufer ist.

Mit anderen Worten, kamen hier die ersten ungeplanten, höheren Mehrkosten auf uns zu, denn wir hatten das Gefühl ein anderes Haus gekauft zu haben als wir jetzt auf den Architektenplänen sahen. Dies haben wir Weberhaus geschildert und unser Berater ist uns in besonderem Maße entgegenkommen – daher können wir trotz allem niemandem zürnen, sondern sind bereits sehr vom Service durch Weberhaus angetan. Wir hoffen natürlich, dass dies während der Bauphase so bleibt.

Aber wieso war die 30° Dachneigung eigentlich problematisch?

Die bodentiefen Fenster im DG sind durch die flache Dachneigung sehr eng an die innere Trennwand zwischen den Zimmern gerückt. Dadurch ist der Abstand zwischen dieser Wand und dem Fenster auf der Giebelseite in beiden Zimmern nun so gering, dass dort kein Schrank mehr platziert werden könnte. Um dies zu beheben, reichten die Ideen von der Erhöhung der Dachneigung, über Verkleinerung der Fenster, oder eben alles so lassen und damit leben, was für uns aber keine Option ist.

Unsere bevorzugte Variante ist die Erhöhung der Dachneigung auf 36° – das ist die optisch schönste Variante und die Fenster können gleich groß bleiben, wandern aber weiter nach Außen und somit ergibt sich zwischen den Fenstern und der Trennwand auf der Giebelseite genug Platz für einen Schrank oder eine Kommode. Der positive Nebeneffekt davon ist, dass auch der Spitzboden nun seinen Namen verdient und mit einer maximalen Höhe von 1,20m sogar als Kriechboden geeignet ist und sich als Stauraum für Kisten, Kartons und Koffer anbieten wird. Bei 30° war dieser vorher auf 50cm geschrumpft.

Auf den ersten Plänen der Hauses, die wir auch zusammen mit dem Vertrag unterschrieben haben, war dies übrigens noch nicht zu erkennen. Da waren zwischen den Fenstern und der Wand noch 60-70cm Platz. Erst die konkreten Detailpläne durch die Architektin deckten dieses Problem dann auf.

Wir haben dann noch einige kleinere Punkte auf dem Grundriss verändert, unter anderem haben wir im Wohnzimmer nun eine schräge Wand, so dass der Zugang zur Arbeitsecke deutlich besser und komfortabler wird, auch wenn in der Wohnzimmer-Ecke eine große Wohn-,Sitz- und Lümmellandschaft stehen wird. Durch die schräge Ecke gewinnt das Wohnzimmer das entscheidende bisschen mehr Raum, so dass man die Arbeitsecke noch immer problemlos erreichen kann.

Und nun zum Schluss natürlich die neuen Fotos vom Grundriss:

 

AN_Norden_Westen_aktuellAN_Sueden_Osten_aktuellDG_v2EG_v2Schnitt_

 

1 Kommentar zu Dachneigungen und andere schräge Dinge…

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.